Bild dr-saskia-ludwig

Brandenburger CDU Chefin besucht Klinik

Brandenburger CDU-Chefin besucht Klinik

18.08.2011 - Heute besuchte die Landesvorsitzende der CDU Brandenburg, Dr. Saskia Ludwig, die Klinik am See. Neben Bürgermeister André Schaller nahmen Mike Seifert, CDU, und Uwe Bartsch an dem Termin teil.

Natürlich wollten Geschäftsführer Hermann Buhlert und Professor Heinz Völler, Ärztlicher Direktor, den Politikern das Leistungsspektrum der Klinik nahebringen. Vor allem ging es jedoch darum, das Verständnis für die vielfältigen Aufgaben der medizinischen Rehabilitation auf politischer Ebene zu schärfen. Vor dem Hintergrund einer immer längeren Lebensarbeitszeit, verkürzten Verweildauern in den Akutkrankenhäusern und einer immer älter werdenden Bevölkerung nimmt der Stellenwert der Rehabilitation von Jahr zu Jahr zu. Dabei kämpfen die Reha-Kliniken vor allem mit den Problemen, die sich aus einem gedeckelten Budget für Reha-Leistungen ergeben. Dieses führt dazu, dass die Tagessatzerhöhungen in den vergangenen Jahren in keiner Relation zur tatsächlichen Kostenentwicklung standen, wodurch die Kliniken mehr und mehr unter finanziellen Druck geraten.

In Brandenburg gibt es 26 Rehakliniken. Anfang der 90er-Jahre sorgte eine ausgewogene Planung dafür, dass in Brandenburg nur die notwendigen Reha-Kapazitäten unter Einbeziehung des Berliner Bedarfs entstanden. Nun geraten Brandenburger Rehaeinrichtungen vermehrt unter Druck, da aus Bundesländern mit einer weniger weitsichtigen Planung Rehaleistungen weit unter den in Brandenburg machbaren Preisen angeboten werden. Die Besonderheit in Brandenburg ist jedoch, dass die Einrichtungen fast ausschließlich der Federführung der Deutschen Rentenversicherung unterliegen. Dies bürgt für die hohe Qualität der Rehaleistungen in Brandenburg, denn die Anforderungen an Stellenplan und Ausstattung sind ungleich höher als in Einrichtungen ohne diese Kontrollinstanz.

Auch das Patientenklientel ist in Brandenburg ein anderes. Noch vor einigen Jahren erlaubte der Anteil an sogenannten Heilverfahren eine Mischkalkulation des Tagessatzes. Allerdings finden viele Heilverfahren Brandenburger Bürger außerhalb des Landes statt, denn eine sogenannte Landeskinderregelung, wie sie in vielen anderen Bundesländern besteht, existiert in Brandenburg nicht. Daher hat der Anteil an Anschlussheilbehandlungen (AHB und AR) in den vergangenen Jahren stetig zugenommen. Eine solche Regelung würde jedoch helfen, die Kostensituation zu entspannen.

Auch die Absprache zwischen Berlin und Brandenburg, Rehaleistungen für Berliner ausschließlich in Brandenburg zu erbringen, die Hochleistungsmedizin dafür in Berlin, wurde thematisiert. Bereits der Ausbau ambulanter Reha-Kapazitäten in Berlin sorgte für weniger Patienten in Brandenburg, nun wurde zudem in Berlin auch noch eine stationäre Einrichtung eröffnet und weitere sollen folgen. Hier fordern Buhlert und Völler ein klares Signal der Brandenburger Politik in Richtung Berlin, politische Verlässlichkeit zu zeigen.