Klinik unterstützt Sanierung der Woltersdorfer Liebesquelle
Große freudige Augen machten Jürgen Felte und Dr. Peter Haller am 11. August, als ihnen Geschäftsführer Hermann Buhlert von der Klinik am See an der Woltersdorfer Liebesquelle im Beisein von Bürgermeister Dr. Rainer Vogel einen Scheck für die Sanierungsarbeiten an der Liebesquelle überreichte.
Zwar wussten die Herren, dass die Klinik einen Geldbetrag spenden wollte, aber die genaue Höhe war ihnen nicht bekannt. Umso größer war die Überraschung, dass mit dem Scheck in Höhe von 2.500,00 € nun die Hälfte der noch ausstehenden Baukosten von 5.000,00 € für die Wiederherstellung eines Wasseranschlusses an der beliebten Liebesquelle gedeckt sind.
Vor acht Jahren versiegte der Wasserfluss an der Woltersdorfer Liebesquelle. In Spitzenzeiten waren täglich bis zu 6000 Kubikmeter frisches Quellwasser unterhalb der Kranichsberge aus der Quelle geflossen. Dem Wasser wurden viele günstige Eigenschaften zugesprochen, wenngleich diese nie richtig untersucht wurden. Aber viele Woltersdorfer Bürger schworen darauf, ihren Kaffee oder Tee nur mit Liebesquellwasser zu kochen. Zum Straßenbild an der Schleuse gehörten zu der Zeit auch die vielen Händler, die allmorgendlich mit der Straßenbahn zur Schleuse kamen, Wasser abfüllten und dann in Berlin in kleinen Portionen verkauften. Nie versiegt sind auch die Gerüchte über einen Zusammenhang zwischen dem Genuss des Quellwassers und einem reichen Kindersegen in Woltersdorf.
So war die Liebesquelle über fast 100 Jahre eine der bekanntesten Woltersdorfer touristischen Attraktionen und auch viele Patienten der Klinik am See hatten bei einem ihrer ersten Spaziergänge nach einem langen Krankenhausaufenthalt die ca. 800 Meter entfernte Quelle zum Ziel.
Am vergangenen Wochenende berichtete die Märkische Oderzeitung (MOZ) von der Initiative dreier Woltersdorfer Bürger, der Liebesquelle einen Teil ihres ursprünglichen Charmes durch die Schaffung einer Trinkwasserentnahmestelle zurückzugeben. Dazu wurden mehrere Spendenbüchsen bei Woltersdorfer Geschäftsleuten aufgestellt, die erste im Imbiss-Pavillon von Frau Elke Sagray.
Spontan entschied sich die Klinik am See, mit einer Spende dafür Sorge zu tragen, dass die Arbeiten schnell beginnen können. Dr. Peter Haller und Jürgen Felte sind sich sicher, dass die Bagger nun schon in den nächsten 4 Wochen anrücken können. So können sich die Patienten der Klinik hoffentlich bald wieder bei Ihren Wanderungen an der Liebesquelle erfrischen - wenn auch nicht mit frischem Quellwasser, doch wer weiß, vielleicht verzaubert der mystische Ort ja auch das normale Leitungswasser.
