Kardiologische Reha verhindert Todesfälle
Kardiologische Rehabilitation verhindert Todesfälle
Nachdem in diesem wie auch im letzten Jahr in der angesehenen amerikanischen Fachzeitschrift (Circulation) über eine verringerte Sterblichkeitsrate bei Teilnehmern einer kardiologischen Rehabilitation berichtet worden war, hat jetzt auch auf dem Europäischen Kardiologenkongress in Paris eine deutsche Forschergruppe um Prof. Schwaab (Höhenried) diese Ergebnisse bestätigen können.
Von 3.560 Patienten nach akutem Myokardinfarkt nahmen 2.531 Patienten (70,6 %) an einer Anschlussrehabilitation teil. Diese Patienten waren mit 62 Jahren jünger und hatten häufiger einen ST-Hebungsinfarkt (66 %) als die 1.047 (29,4 %) Patienten (69 Jahre, 44 % ST-Hebungsinfarkt), die nicht an einer Rehabilitationsmaßnahme teilnahmen. Diese Unterschiede zwischen den Gruppen wurden in der statistischen Berechnung berücksichtigt (adjustiert).
In den 12 Beobachtungsmonaten verstarben 83 Patienten, 257 Patienten erlitten erneute kardiovaskuläre Ereignisse (Herzinfarkt, Schlaganfall oder Krankenhausaufnahme aufgrund einer Herzschwäche). Während in der Gruppe der Rehabilitanden nur 1,4 % verstarben, lag die Sterblichkeitsrate in der Gruppe ohne Rehabilitation bei 4,6 %. Dies entspricht einer Risikoreduktion von 71 %. Auch konnten die Raten an nichttödlichen Herzinfarkten sowie die Wiederaufnahme aufgrund einer Herzschwäche in Krankenhäusern reduziert werden.
Somit wird die Erkenntnis bestätigt, dass neben einer verbesserten Lebensqualität und einer erhöhten Rate beruflicher Wiedereingliederung die Teilnahme an einer Anschlussrehabilitation nach akutem kardialem Ereignis mit einer Reduktion der Sterblichkeit verbunden ist.
